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Hermann (David Salomon) Corrodi, Blick über das Marmarameer auf Konstantinopel

In Romantik und Realismus. Veduten, Landschaften ...

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Hermann (David Salomon) Corrodi, Blick über das Marmarameer auf Konstantinopel
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Hermann (David Salomon) Corrodi, Blick über das Marmarameer auf Konstantinopel
Öl auf Leinwand. 38,4 x 71,4 cm.
Signiert und datiert unten links: H Corrodi Roma.

Provenienz
Neumeister, München 21.09.1994, Lot 414.

Betrachtet man die Biografien von Landschaftskünstlern des 19. Jahrhunderts, ihre Familien- und Lebensgeschichten, so erstaunt ihre internationale Mobilität, die sich auch in Hermann Corrodis deutsch-italienischem Namen widerspiegelt: Sein Vater Salomon, ein Schweizer, war ein Landschaftsmaler, der nach Italien ging, dort wurde Hermann Corrodi 1844 in Frascati geboren. Der Sohn avancierte nach einem Studium in Rom und Genf zu einem der führenden italienischen Veduten- und Landschaftsmaler der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Seine Reisen nach Konstantinopel (Istanbul) in den 1870er Jahren, gefolgt von Aufenthalten in Syrien und Ägypten, bedeuteten einen Wendepunkt in Corrodis Schaffen. Hatte er zuvor atmosphärisch dichte italienische Landschaften und Ansichten geschaffen, so bot ihm der Orient ein neues Repertoire an Motiven und eine neue, intensivere Farbpalette.
Konstantinopel erscheint in Corrodis Bildern durchtränkt vom glühenden Rot und Gelb der Sonne, hier ist es die kühle Atmosphäre des Morgens, die den Bosporus in zarte Nuancen von Blautönen taucht. So wurde Corrodi zugleich zu einem international gefeierten Vertreter der italienischen Landschaftsmalerei wie auch des Orientalismus, der im Pariser Salon und an der Royal Academy in London ausstellte und Monarchen wie Queen Victoria als Auftraggeber gewann.
Hermann (David Salomon) Corrodi, View of Constantinopel over the Sea of Marmara
Oil on canvas. 38.4 x 71.4 cm.
Signed and dated lower left: H Corrodi Roma.

Provenance
Neumeister, Munich 21.09.1994, lot 414.

Looking at the biographies of 19th century landscape artists, their family and life stories, they display an astonishing level of international mobility, a fact that is also reflected in Hermann Corrodi's German-Italian name. His father Salomon was a Swiss landscape painter who went to Italy, where Hermann Corrodi was born in Frascati in 1844. He advanced as a painter after studying in Rome and Geneva to become one of the leading Italian veduta and landscape artists of the second half of the 19th century.

His sojourns to Constantinopel (modern day Istanbul) in the 1870s, followed by stays in Syria and Egypt, represented a turning point in Corrodi's career. Prior to this, he had painted atmospheric Italian landscapes and views, but the Orient offered him both a new repertoire of motifs and a new, more vivid colour palette.

In Corrodi's paintings, Constantinopel always appears bathed by the red and yellow light of a glowing sun, here in a cool morning atmosphere with the waters of the Bosporus tinted in soft shades of blue. Pictures like these brought Corrodi international renown as a representative of Italian landscape painting and Orientalism. His works were exhibited at the Paris Salon and the Royal Academy in London, where the monarch Queen Victoria became his patron.
Hermann (David Salomon) Corrodi, Blick über das Marmarameer auf Konstantinopel
Öl auf Leinwand. 38,4 x 71,4 cm.
Signiert und datiert unten links: H Corrodi Roma.

Provenienz
Neumeister, München 21.09.1994, Lot 414.

Betrachtet man die Biografien von Landschaftskünstlern des 19. Jahrhunderts, ihre Familien- und Lebensgeschichten, so erstaunt ihre internationale Mobilität, die sich auch in Hermann Corrodis deutsch-italienischem Namen widerspiegelt: Sein Vater Salomon, ein Schweizer, war ein Landschaftsmaler, der nach Italien ging, dort wurde Hermann Corrodi 1844 in Frascati geboren. Der Sohn avancierte nach einem Studium in Rom und Genf zu einem der führenden italienischen Veduten- und Landschaftsmaler der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Seine Reisen nach Konstantinopel (Istanbul) in den 1870er Jahren, gefolgt von Aufenthalten in Syrien und Ägypten, bedeuteten einen Wendepunkt in Corrodis Schaffen. Hatte er zuvor atmosphärisch dichte italienische Landschaften und Ansichten geschaffen, so bot ihm der Orient ein neues Repertoire an Motiven und eine neue, intensivere Farbpalette.
Konstantinopel erscheint in Corrodis Bildern durchtränkt vom glühenden Rot und Gelb der Sonne, hier ist es die kühle Atmosphäre des Morgens, die den Bosporus in zarte Nuancen von Blautönen taucht. So wurde Corrodi zugleich zu einem international gefeierten Vertreter der italienischen Landschaftsmalerei wie auch des Orientalismus, der im Pariser Salon und an der Royal Academy in London ausstellte und Monarchen wie Queen Victoria als Auftraggeber gewann.
Hermann (David Salomon) Corrodi, View of Constantinopel over the Sea of Marmara
Oil on canvas. 38.4 x 71.4 cm.
Signed and dated lower left: H Corrodi Roma.

Provenance
Neumeister, Munich 21.09.1994, lot 414.

Looking at the biographies of 19th century landscape artists, their family and life stories, they display an astonishing level of international mobility, a fact that is also reflected in Hermann Corrodi's German-Italian name. His father Salomon was a Swiss landscape painter who went to Italy, where Hermann Corrodi was born in Frascati in 1844. He advanced as a painter after studying in Rome and Geneva to become one of the leading Italian veduta and landscape artists of the second half of the 19th century.

His sojourns to Constantinopel (modern day Istanbul) in the 1870s, followed by stays in Syria and Egypt, represented a turning point in Corrodi's career. Prior to this, he had painted atmospheric Italian landscapes and views, but the Orient offered him both a new repertoire of motifs and a new, more vivid colour palette.

In Corrodi's paintings, Constantinopel always appears bathed by the red and yellow light of a glowing sun, here in a cool morning atmosphere with the waters of the Bosporus tinted in soft shades of blue. Pictures like these brought Corrodi international renown as a representative of Italian landscape painting and Orientalism. His works were exhibited at the Paris Salon and the Royal Academy in London, where the monarch Queen Victoria became his patron.

Romantik und Realismus. Veduten, Landschaften und Genrebilder einer Privatsammlung

Auktionsdatum
Lose: 98
Ort der Versteigerung
Poststr. 21-22
Berlin
10178
Germany

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Donnerstag 10. Oktober, 10 – 17.30 Uhr
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Henrik Hanstein, öffentlich bestellter und vereidigter Auktionator
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